Barf oder Beutetier Prinzip 

Beim „Barfen“ ernähren wir unsere Hunde und Katzen nach dem Beutetier Prinzip. So wie in der Natur der Wolf das ganze Tier mit Knochen und Fell frisst. Wir versuchen dieses Beutetier so gut es geht in einem Futterplan nachzubilden. Da wir aber in der Regel keine kompletten Tiere verfüttern, müssen einige Stoffe durch natürliche Zutaten ersetzt werden. 

Für mich hat diese Ernährung sehr viele Vorteile: Ob die Tiere eine höhere Lebenserwartung haben sei dahingestellt (es sollen aber Studien geben die das belegen) Artgerecht ist sie auf jeden Fall. Man weiß was man füttert und der Napf ist auch viel voller. Die Hunde und Katzen fressen das Futter auch mit viel mehr Freude. Einige Gefahren wie z.B. Magendrehungen und Gesundheitsrisiken wie Allergien, Zahnstein und Darmprobleme sind nach meiner Erfahrung mit Barf nicht vorhanden!

Der  Futterplan wird individuell auf das Tier abgestimmt 

Die Futtermenge  wird mit einem Prozentsatz, bezogen auf das Körpergewichtes des Hundes oder der Katze ermittelt. Der sieht natürlich bei jedem Tier anders aus und muss genau auf das Tier abgestimmt sein. Eine Individuelle Fütterung auch des kranken Tiers ist so viel besser möglich. Tierische und pflanzliche Komponenten werden dann verteilt.

„Die genaue Aufteilung wird auf das Tier abgestimmt und ist mit jedem Futterplan individuell zu ermitteln!“

GIFTIGE PFLANZEN

Einige Lebensmittel sind für Hunde und Katzen nicht geeignet! Das sind giftige Lebensmittel:

Auberginen, Avocados, Eicheln, Gartenbohnen (roh), Gewürznelken, Holunderbeeren (roh), , Kakao/ Schokolade, Kartoffeln (roh), Macadamia Nüsse, Bittermandeln, Muskatnuss, Bambussprossen (unreif), Obstkerne, Paprika (grün und gelb), Quitten, Hülsenfrüchte (roh), Kaffee, Tomaten (unreif), Walnüsse (unreif), Weintrauben / Rosinen, Xylit (Süßstoff), Knoblauch (Katzen) sowie Medikamente aus dem Humanbereich. uvm.

Fehler bei BARF:

  • Große Abweichung vom Beutetierprinzip führt dauerhaft zu Mangelerscheinungen
  • Einseitige Fütterung kann Mangelerscheinungen hervorrufen
  • Gekochte Knochen können porös und splittrig werden. Deshalb Knochen immer roh füttern!
  • Zu energiearmes Futter: Muss der Hund Eiweiß zur Energieversorgung heranziehen droht  ein Leber- oder Nierenschaden. Fett ist Hauptenergiebringer beim Hund!
  • Vorsicht bei der Fütterung von Kehlköpfen oder Kopffleisch. Hier kann Schilddrüsengewebe enthalten sein.  Gefahr von Schilddrüsenüberfunktion besteht!
  • Schweinefleisch (vor allem Wildschwein) kann den tödlichen Aujeszky-Virus enthalten. Durch Abkochen wird der Virus abgetötet.
  • Oxalsäure haltige Produkte in Maßen füttern.
  • Vorsicht bei Thiaminase haltigem Fisch: Es kann ein Vitamin B1 Mangel entstehen.